Umweltminister Lies unterstützt Achim-West und eröffnet Perspektiven für das Wohnen

Am 4. September 2021 war der niedersächsische Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz, Olaf Lies, zu Gast am SPD-Stand auf dem Achimer Wochenmarkt. Beim gemeinsamen Rundgang machten wir unter anderem eine kurze Stippvisite mit Kaffee beim derzeitigen Bürgermeister Rainer Ditzfeld – in einem bisher sehr fairen Wahlkampf kein Problem! 🙂

Außerdem kamen wir mit Gegnern der Initiative Achim-West ins Gespräch. Dabei zeigte sich sehr deutlich, dass es keine Lösung ist, ab sofort auf Gewerbeprojekte zu verzichten, wenn Klimaschutz das Ziel sein soll.

„Man muss jetzt aktiv werden und Unternehmen auf dem Weg zum klimafreundlichen Wirtschaften unterstützen“, sagte Olaf Lies. Dem kann ich nur zustimmen – durch Nichtstun bleiben unsere Unternehmen auf dem Status Quo, das ist weder wirtschaftlich noch klimafreundlich. Wir müssen Projekte wie Achim-West für eine Richtungsänderung nutzen. Und natürlich werden wir mit Auflagen sicherstellen, dass die Flächen dabei möglichst ausgewogen bebaut werden.

Eine weitere Ansiedlung von Gewerbe ist für Achim unerlässlich, um die daraus resultierenden Einnahmen für unsere Stadt zu sichern bzw. zu vergrößern – unter anderem zur Umsetzung von weiteren Klimaschutzmaßnahmen. Gewerbeflächen werden im Raum Bremen und im Landkreis Verden stark nachgefragt – um eine erfolgreiche Vermarktung muss man sich also keine Gedanken machen. Achim-West ist dabei günstig gelegen, sorgt für eine längst überfällige verkehrliche Entlastung in Uphusen und wird von allen Beteiligten (Bund, Land Bremen, Land Niedersachsen, Landkreis Verden) ausdrücklich unterstützt.

Nicht nur Gewerbeflächen, auch Wohnungen werden in Achim stark nachgefragt. Das ist ein erfreuliches Zeichen für Achims Attraktivität, führt aber insbesondere für Menschen mit geringerem Einkommen zu erheblichen Problemen. Die Kreisbaugesellschaft als Wohnungsbaugesellschaft im Zugriff des Landkreises muss deshalb Garant für bezahlbares Wohnen im Landkreis Verden bleiben. Darüber hinaus wird an der Quote von 20% gefördertem Wohnen bei Neubauprojekten festgehalten. Zusätzlich zu diesen Maßnahmen werden wir in Zukunft stärker auf Sanierung und Unterteilung von Bestandsimmobilien setzen – denn es sind die kleineren Einheiten mit geringen Energieverbräuchen und Nebenkosten, die uns fehlen. Auch Mehrgenerationen-Konzepte sind in diesem Zusammenhang denkbar.